Bei unseren vergangen Rettungsaktionen haben wir tolle Hilfe in Form von Spenden für die Freikäufe der Tiere bekommen. Das hat uns sehr gefreut. Unsere Postings und Beiträge erfreuen sich einer ordentlichen Reichweite und Interaktion. Wir haben treue Fans, die sich an den Neuigkeiten zu den Tieren erfreuen. Aber was kommt nach der Pferderettung? Versteht man mittlerweile unter Tierschutz nur noch das Freikaufen von Pferden beim Schlachter oder Händler?

Zu wenig Tränendrüse?

Unsere Tierschutzarbeit und der gesamte Vereinszweck bezieht sich eben nicht auf das bloße Freikaufen von Schlachttieren. Denn das hat langfristig keinen Effekt. So lange Menschen Fleisch essen wird es Schlachter geben und diese auch Tiere schlachten. Wir verstehen unter Tierschutzarbeit vielmehr, dass sich etwas an Problemsituationen von Tieren ändern muss und wir dort Abhilfe schaffen müssen. Deshalb gehört für uns auch die Arbeit vor Ort, Aufklärung und Hilfe für Tiere in Not dazu. Die Gnadenbrotpferde, die wir gerettet haben, müssen auch nach dem Freikauf versorgt werden. Dazu gehört nicht nur die Unterkunft, sondern auch medizinische Behandlung, Futter, Hufpflege und nicht zu vergesen die tägliche Arbeit, die von allen beteiligten ehrenamtlich verrichtet wird. Hengste müssen kastriert werden, kranke und schwache Tiere aufgefüttert. All das macht sich nicht von Luft und Nichtstun. Wenn wir uns anschauen, wie viele Menschen bei diversen Plattformen und Gruppen auf Facebook schnell mal bereit sind viel Geld zu geben, damit ein Pferd “gerettet” werden kann, teilweise ohne zu wissen was und wer das eigentlich macht und was danach passiert, fragen wir uns woran es liegt, dass unsere Tiere nach der Rettung offenbar kaum mehr jemanden interessieren. Ist das Mitleid dann aufgebraucht? Oder sollte man mehr auf die Tränendrüse drücken? Darf man das als Tierschutz Verein überhaupt? Wir stehen für seriösen und transparenten Tierschutz, aber offenbar ist das nicht für die breite Masse interessant. Aber nicht nur uns geht es so. Unser befreundeter Verein Gobal Chance for Animals hat die Situation in diesem Facebook Posting auf den Punkt gebracht:

Tierschutz und Tierrettung – Und wie es NICHT funktioniert!Tiere die beim Schlachter stehen, deren Schlachtung droht,…

Posted by Global Chance for Animals on Donnerstag, 27. Juli 2017

 

Tierschutzarbeit kostet Geld und Kraft

Einige sagen vielleicht: “warum macht Ihr das überhaupt? Hat Euch ja keiner dazu gezwungen.” “Selbst Schuld wenn Ihr alte, kranke oder traumatisierte Tiere aufnehmt.” Ich kann dazu nur sagen: wenn jeder so denken würde, wäre die Welt ein noch schlimmerer Ort. Die Menschen werden ohnehin immer egoistischer und verlieren Empathie für andere Lebewesen. Überall gibt es Gewalt, Neid, Zorn und Ärger. Man kann sicher allein nicht die Welt verändern, aber man kann wenigstens ein kleines Mosaiksteinchen schöner machen. Und wenn so mehrere Menschen denken würde, bekäme das Gesamtbild auch mehr Glanz und Schönheit. Ja, die Arbeit im Tierschutz kostet Kraft, Zeit, Nerven und vor allem Geld. Die meisten von uns haben wohl das teuerste und zeitaufwändigste Hobby überhaupt. Dagegen kann ein Golfer wohl einpacken ;). Aber wir machen es für einen guten und gemeinnützigen Zweck- für die Tiere. Und die ehrliche Liebe und Dankbarkeit von Tieren, die wieder glücklich sein und leben dürfen, entlohnt für alles andere.

ABER: um weiter machen zu können brauchen wir Mitglieder, Paten und Spenden!

  • Mitglieder, die mit anpacken. Die bei der Vermittlung und Beratung helfen. Die helfen bei der Kommunikation online und auch vor Ort. Mitglieder, die sich mit um die Tiere kümmern und denen etwas an der Vereinsarbeit liegt. Aber auch Fördermitglieder, die durch Ihren Mitgliedsbeitrag ein Polster schaffen.
  • Paten, die uns mit regelmäßigen Beiträgen helfen, die monatlichen Kosten für die Tiere zu decken. Mensche, die sich vielleicht selbst kein Pferd halten können aber gerne etwas Gutes tun möchten. Hier macht auch Kleinvieh Mist!
  • Spenden, nicht nur für die Rettung von Pferden, sondern auch für Dinge des alltäglichen Gebrauchs und Kosten, die mit der Tierschutzarbeit verbunden sind.

Ohne das, können wir entweder keinen Tieren mehr helfen oder müssen langfristig sogar unsere Tierschutzarbeit extrem reudzieren, womöglich ganz einstellen. Das möchte aber eigenltich keiner von uns!

Ich danke Euch, dass Ihr bis hier hin gelesen habt und ein offenes Ohr für meine Worte hattet. Ich hoffe einfach, dass mein Artikel allgemein für mehr Tierschutzgedanke und Bewusstsein dafür schafft, was unsere Arbeit alles beinhaltet. Viele Menschen sind gerne bei uns am Stall und bei den Pferden. Genießen die Ruhe und Gemütlichkeit. Wir freuen uns über jeden Besucher und sind stolz auf die kleine aber feine Gemeinschaft, die wir haben. Aber bitte nehmt das alles nicht für selbstverständlich. Ohne Hilfe von außen geht es nicht.

Liebe Grüße

Sonja

Vorsitzende Tierhilfe Epona

Spendenkonto:

Paypal: info@epona-tierhilfe.de

Bankverbindung: FI26 7997 7997 6973 91   BIC: HOLVFIHH

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